In den letzten Tagen ist die Debatte um die Aussagen der Harry Potter Autorin J.K. Rowling zu Transpersonen auch zu uns rüber geschwappt. Als eine der bekanntesten Autor*innen ihrer Generation löste u.a. ihr bissiger Kommentar, den sie auf Twitter formulierte, große Wellen aus.
Nun hat sich auch Harry Potter Darsteller Daniel Radcliffe, sowie einige seiner Kolleg*innen mit harter Kritik zur aktuellen Debatte geäußert. Das mediale Spektakel ist perfekt. Zwischen harten Vorwürfen und berechtigter Kritik sind in den letzten Tagen viele Artikel und Beiträge entstanden. Dieser Blogbeitrag soll als eine kleine Presseschau fungieren, um euch zu helfen wissenswerte Artikel zu finden und euch einen Überblick über die verschiedenen Positionen bieten und euch mit ein wenig Kontext ausstatten. Unten findet ihr ein paar Links zu den Positionen und ihr erfahrt was das Ganze mit den großen Feministischen Denkschulen zu tun hat.
Zeit Online, Till Randolf Amelung, 16. 06. 2020
„Joanne K. Rowlings Tweets und ihr Blogbeitrag geben Eindrücke vom Frontverlauf zwischen einigen Feministinnen und Transpersonen.“
https://www.zeit.de/kultur/2020-06/joanne-k-rowling-vorwurf-transfeindlichkeit-konflikt-twitter
Deutschlandfunkkultur, Tobias Jaecker, 11.06.2020
„J.K. Rowling ist mit Tweets über Transpersonen in die Kritik geraten. Die Autorin verteidigte sich nun in einem sehr persönlichen Essay. Der Transmann und Aktivist Linus Giese findet, die heftigen Reaktionen auf Rowlings Äußerung seien verständlich.
jkrowling.com, J. K. Rowlings Essay zur aktuellen Debatte, 10.06.2020
„But, as many women have said before me, ‘woman’ is not a costume. ‘Woman’ is not an idea in a man’s head. ‘Woman’ is not a pink brain, a liking for Jimmy Choos or any of the other sexist ideas now somehow touted as progressive.“
„Trans people need and deserve protection. Like women, they’re most likely to be killed by sexual partners“
Jungle World, Dierk Saathoof, 8.06.2020
„Der Grund, aus dem Feministinnen, darunter auch Transmenschen, auf der Realität von Geschlecht insistieren, ist nicht, Transmenschen herabzusetzen oder zu diffamieren oder weil sie Geschlecht für eine tolle Sache halten. Sie tun dies vielmehr, um Misogynie präzise zu verstehen und zu kritisieren, und auch, um mit ihrer eigenen geschlechtlichen Verfasstheit umzugehen – so auch Rowling“

Eine Antwort auf „Gehasst und doch Geliebt- J. K. Rowling in der Kritik“
[…] gibt (hierzu findet ihr einen Post meiner Kolleg*innen aus dem letzten Jahr auf unserem Blog unter https://vielfalt-liebe.j-gcl.org/gehasst-und-doch-geliebt-j-k-rowling-in-der-kritik). Doch dieser Blogbeitrag ist ein sehr persönlicher und deswegen hat er jetzt eben auch eine […]